© Bundeszentrale für politische Bildung, Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Hof, Schlossplatz - Sa. 23. Oktober 2021

"Die Mauer. 1961-2021" (Schau der Bundeszentrale für politische Bildung; Bildmontagen historischer Aufnahmen und aktueller Fotos von Alexander Kupsch; bis 26.11.)

dazugehörige Innenausstellung im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth (bis 31.3.22)

Vor 60 Jahren, am 13. August 1961, begann der Bau der Berliner Mauer. Sie stand 28 Jahre lang und trennte die beiden Stadthälften und die Menschen voneinander. Am 9. November 1989 öffnete sich die Mauer im Zuge der Friedlichen Revolution in der DDR. Das in Beton gegossene Symbol des Kalten Krieges wurde dort von mutigen Menschen zu Fall gebracht.

Heute stehen nur noch wenige Reste der Berliner Mauer. Viele fragen sich: Wo genau stand die Mauer? Wie lebte es sich auf beiden Seiten?

Viele Menschen sprechen heute, nach mehr als 30 Jahren in einer wiedervereinten Stadt, von einer „Mauer in den Köpfen“ der Ost- und Westdeutschen: Eine unsichtbare Mauer trenne die Menschen bis heute. Manche meinen sogar, das Trennende sei heute stärker als zu der Zeit, als die Mauer noch stand.

Um 60 Jahre nach dem Mauerbau an das Menschenverachtende der Mauer zu erinnern, hat der Fotograf und Designer Alexander Kupsch sie visuell neu erstehen lassen. 40 Bildmontagen geben einen Eindruck davon, wie es wäre, wenn die Mauer plötzlich nicht nur in den Köpfen existierte, sondern tatsächlich wieder da wäre.

Die Bildmontagen bestehen aus historischen Aufnahmen der Berliner Mauer der Polizeihistorischen Sammlung Berlin und aus aktuellen Fotos derselben Orte. Dazu hat sich Alexander Kupsch auf Spurensuche entlang des Verlaufs der ehemaligen innerstädtischen Grenze begeben, um genau diese Orte zu identifizieren und aus derselben Perspektive neu aufzunehmen.

16 Montagen wurden aus Aufnahmen, die die DDR in den 1980er-Jahren von der Grenzsicherung machen ließ, und von Fotos, die aus derselben Perspektive mit einer Drohne gemacht worden sind, erstellt. Die DDR hatte die Mauer vom Todesstreifen aus in etwa sieben bis 10 Metern Höhe ablichten lassen. Durch fotografische Überblendungen überträgt Kupsch den Blick aus der Vergangenheit in die Berliner Gegenwart. Wo heute der Verkehr fließt, Neubauten stehen und sich Passanten ganz selbstverständlich von Ost nach West und umgekehrt bewegen, versperren plötzlich wieder Beton, Stacheldraht und Panzersperren den Weg.

Diese Ausstellung des Deutschland Archivs der Bundeszentrale für politische Bildung regt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte an, in einer Zeit, wo an anderen Orten dieser Welt Mauern oder hohe Zäune Grenzen sichern. Und in einer Zeit, wo in Deutschland immer noch von einer „Mauer in den Köpfen“ die Rede ist.

Weitere Informationen gibt es hier:
www.bpb.de/die-mauer-1961-2021
www.bpb.de/deutschlandarchiv
www.gruss-aus-berlin.com

Öffnungszeiten Hof:
Jeden Tag rund um die Uhr. Der Film läuft im Rathaus, Klosterstraße 1, 95028 Hof.

Öffnungszeiten Mödlareuth:
10.10. bis 31.10.2021: Di bis So 9.00-18.00 Uhr, Mo nach Vereinbarung
Ab 1.11. bis 31.03.2022: Di bis So 9.00-17.00 Uhr, Mo nach Vereinbarung